blog.jpg

Liebling, ich bin im Kino

»Es reichte ihm, wenn ein Text der richtige, der möglichst beste war an dem Tag, an dem die Zeitung erschien. Und er hatte immer ein sehr starkes Bewusstsein davon, dass der Autor eines Textes nicht unbedingt der Herr dieses Textes ist. Inspiration ist etwas Flüchtiges, nichts, worüber man so einfach verfügen könnte - und machnmal saßen wir beisammen, gestanden einander, dass wir mal wieder in den eigenen Texten gelesen hatte. Und fast immer kam der Moment, da Michael Althen sagte, es sei ihm völlig unerklärlich, woher diese Gedanken und Formulierungen gekommen seien. Er fürchte, dass ihm morgen oder übermorgen so etwas nicht mehr einfallen würde.«

Claudius Seidl im Nachwort des Buches von Michael Althen: Liebling, ich bin im Kino. Texte über Filme, Schauspieler und Schauspielerinnen, S. 339

»Wer da sagt, dass es kein richtiges Leben im falschen gibt, irrt sich gewaltig. Spacey macht alles falsch – und liegt damit doch richtig. So lächerlich er in seiner Suche nach der verlorenen Zeit auch wirken mag, so unzweifelhaft findet er wieder, was ihm abhanden gekommen war: sich selbst. Er muss erst aus der Haut fahren, um sich in seiner Haut wieder wohl zu fühlen.«

Michael Althens Filmkritik zu American Beauty von Sam Mendes

http://michaelalthen.de/

 

 

 

 

 

 

 

05.11.2014