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Morgen mehr: Dem Autor bei der Arbeit zuschauen

Tilmann Rammstedt lässt uns beim Schreiben seines Romans zusehen. In seinem Projekt Morgen mehr bekommen wir als Abonnenten für acht Euro jeden Werktag zwei Seiten seines neuen Romans. Quai live. Über Nacht. Inklusive Lektorat und mit Audiodatei.

Die Leser beteiligen sich mit Kommentaren an der Handlung und an der Wahl der Vornamen, diskutieren Schauspieler für die Verfilmung und motivieren den Autor.

Aber nicht nur das: In den Kommentarzeilen finden wir den Autor - und seinen Verleger (Jo Lendle) mit Anmerkungen.

Im Wochenresümée heißt es vom Autor zum Beispiel: »Handlung ist so etwas wie der natürliche Feind des Schreibens« und »Es kann also gut sein, dass es etwas weniger Handlung geben wird in der nächsten Woche, weniger Cliffhanger und vielleicht einen Tag des aufgeschriebenen Überlegens.«

Und der Verleger: »Puh. Morgen schon wieder 5 Seiten. Wir hatten mit einem schlanken 80-Seiten-Buch geplant, wenn das so weitergeht, kommt’s mehrbändig im Schuber. In handnummerierter Auflage, weil das bestellte Papier für mehr nicht reicht.«

Wir sehen also 1. den Text und 2. die Reflexion des Autors/Verlegers. Traut sich nicht jeder. Morgen mehr.

http://www.morgen-mehr.de

http://www.morgen-mehr.de/tag-5-15-januar-2016/#comment-220

 

17.01.2016