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Coaching-Konzept: Fragen an Dr. Andreas Knierim

Im Coaching-Konzept erläutere ich meine Arbeitsweise, ähnlich kennen Sie das aus den »Häufig gestellten Fragen«.

Coaching-Verständnis

Was verstehen Sie unter Coaching?

Coaching ist die Unterstützung der KlientInnen im beruflichen und persönlichen Wachstum. In der Veränderungsphase – Wachstum gibt es mit Veränderungen – begleite ich als Coach die KlientInnen in Einzelsitzungen über mehrere Monate.

Wie haben Sie zum Coaching gefunden?

Durch Selbsterfahrungsseminare habe ich im Laufe von zehn Jahren meine Talente entwickelt und mir Ziele für die nächsten 20 Jahre gesetzt. Nach meinen Erfahrungen als Agenturinhaber und als Marketingleiter bei der documenta X entschied ich mich, selbstständig als Coach zu arbeiten. Das war 1997, in meinem 35. Lebensjahr.

Welche Ziele können mit Coaching erreicht werden?

Verbessern Sie Ihr Zeitmanagement, führen Sie Alltagsrituale ein, intensivieren Sie die Beziehung zu Ihrer Partnerin/Ihrem Partner, kommunizieren Sie mit ArbeitskollegInnen über Probleme und finden Sie Lösungen. Wenn KlientInnen gleich Ihr Leben umkrempeln wollen, bin ich skeptisch: Was steckt dahinter? Warum alles auf einmal? Wir erarbeiten in der ersten Sitzung realistische und erreichbare Ziele.

Wo liegen sinnvolle Einsatzbereiche im Coaching?

Ich beginne mit den klassischen Bereichen: Beförderung oder Stellenwechsel, Change-Management, Führungsberatung, Gründungsberatung, Karriereberatung, Konflikt- und Krisenmanagement, Motivationsverbesserung, Nachfolgeplanung und Unternehmensnachfolge, Selbst- und Zeitmanagement, soziale Kompetenzverbesserung.
Hinter ökonomischen Begriffen sehe ich die menschliche Seite: Wie nehmen sich die KlientInnen wahr? Nehmen sie überhaupt wahr? Was sind ungeklärte Dinge in ihrem Leben? Was sind ihre Lebensmuster? In der Musterveränderung mit den Stufen Musterwahrnehmung, Musterunterbrechung, Musterbereicherung liegen sinnvolle Einsatzbereiche.
Schauen Sie in die Themen von Einzel-Coaching und in die Ergebnisse von KlientInnen.

Was unterscheidet Coaching von anderen Formen der Beratung?

Coaching ist in erster Linie prozessorientiert, als Coach bin ich verantwortlich für die Denkanstöße im Prozess - für die Ergebnisse sind die KlientInnen verantwortlich. Das ist in der Expertenberatung anders: Der Berater weiß, wie es geht (»know-how«) und ist somit mitverantwortlich oder hauptverantwortlich für das Ergebnis.

Welche Grenzen hat das Coaching?

Ich begleite im Gespräch meine KlientInnen nur dorthin, wo sie hin können. Wenn wir dort ankommen, bleibe ich auf dem Teppich und zeige die Grenzen auf: »Ok, hier können wir etwas sehen, mit Coaching aber nicht bearbeiten.« Wenn wir zum Beispiel auf ein Kindheitstrauma stoßen, stellen wir das fest – bearbeiten können es KlientInnen in einer Therapie.

Wirkung, Methoden und Kompetenzen

Wie wirkt Coaching?

In sechs bis zehn Sitzungen arbeiten wir gemeinsam an den Zielen der KlientInnen und schauen aus verschiedenen Perspektiven darauf. Am Ende jeder Sitzung frage ich meine KlientInnen nach dem Gewinn aus dieser Sitzung – wir nutzen die gemeinsame Reflexion als Motivation für den Prozess.
Coaching wirkt vor allem zwischen den Sitzungen: Die KlientInnen arbeiten mit einer oder mehreren Übungen, reflektieren sich und bringen Ergebnisse in die nächste Zusammenkunft mit. Wir reihen Steinchen für Steinchen der Veränderung aneinander. Im Laufe des Coachingprozesses schließen wir Vereinbarungen über verändertes Verhalten,ich unterstütze die KlientInnen, neue Vereinbarungen zu schließen.

Wie unterstützen Sie Veränderungen?

Durch aktives Zuhören und vor allem: aktives Zusehen – der Körper spricht eine deutliche Sprache, durch Entlasten und psychisches Stabilisieren, durch Feedback geben und durch Begleiten im Üben des veränderten Verhaltens. Coaching ist die Kunst des Fragens: Nachfragen, klärende Fragen, kreative Fragen, Verlaufsfragen, emphatische Fragen, paradoxes Fragen (»Was muss passieren, damit alles noch viel schlimmer wird?«)
Ich arbeite mit der Eigensprache der KlientInnen – die Sprache ist neben dem Körper ein guter Signalgeber. Ich unterstütze meine KlientInnen durch Ermuntern, Bestätigen und Zustimmen. Es hilft enorm, wenn Sie als KlientIn merken, dass andere schon in ähnlichen Situationen waren. Sie lernen im Coaching, Ihren Selbstausdruck zu fördern, Ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken.
Ich leite Sie an zur Klärung mit Personen und Ereignissen. Ich konfrontiere Sie mit Ihrem Selbstbild. Ich begleite Sie in Entscheidungssituationen, vermittle Ihnen Techniken wie Meditation, Selbstorganisation und Zeitmanagement.

Welche Methoden setzen Sie ein?

Ich bediene mich aus der Toolbox der Neurolinguistischen Programmierung (NLP), vor allem bei Reframing und der Auflösung von Glaubenssätzen (Richard Bandler/John Grinder). Ich bevorzuge die lösungsorientierte Kommunikation, ich stelle systemische Fragen - zum Beispiel zirkuläre, hypothetische und dissoziierende Fragen oder die Wunderfrage (Steve de Shazer/Insoo Kim Berg).
Ich beherrsche die Grundlagen von Supervision, Mediation, Rollen-Coaching und Psychodrama. Ich arbeite mit der Aufstellungsarbeit (Dr. Albert Mahr) mit Familien-, Organisations- und Marketingaufstellungen. In der Entscheidungsfindung arbeite ich mit Skalierungsfragen (Peter Szabó), dem Zürcher Ressourcen Modell (Frank Krause/Maja Storch), dem Tetralemma (Matthias Varga von Kibéd) und der Introvision (Angelika C. Wagner).
Ich setze Arbeitshypothesen als Strukturierungsangebot für die KlientInnen ein, wir nutzen das innere Team und die innere Konferenz (Friedemann Schulz von Thun) bei Konflikt- und Entscheidungssituationen. In der Kommunikations- und Konfliktanalyse biete ich transaktionsanalytische Muster und Konzepte wie das Drama-Dreieck, Antreiberdynamiken und Ok-Haltung an (Eric Berne).
In den Beratungssequenzen bringe ich mein wirtschaftswissenschaftliches Wissen mit dem Schwerpunkt Marketing ein, verknüpft mit meiner achtjährigen Erfahrung als Unternehmensberater in der freien Wirtschaft. Ich bin ausgebildet und vertraut mit Großgruppenarbeit in Open-Space-Technologie und Zukunftskonferenzen (Olaf Axel Burow).
Meine Ausbildung im kreativen Schreiben unterstützt meine KlientInnen, das Schreiben als Klärung und Reflexion zu begreifen, im Alltag leicht einzusetzen. Im CoachingSchreiben finden Sie mehr.
Ich setze meine Intuition als Methoden ein, um bei KlientInnen intuitives Verhalten zu fördern. Unter »Intuition« verstehe ich die Kombination von Wissen und Erfahrung aus vielen Coachingjahren, die ich punktgenau abrufen kann. Lesen Sie meinen Artikel »Wirksames Coaching« und dort den Abschnitt: Intuition trifft Intuition.

Ihre Kompetenzen als Coach?

Auf der Metaebene beherrsche ich die Vorbereitung auf das Coaching (biografische Analyse, Methoden, Material, Raum) und die mentale/physische Selbstvorbereitung, das Dokumentieren und Visualisieren sowie die zeitliche und organisatorische Strukturierung des Coaching-Prozesses.
In der Interaktion verfüge ich über die Kompetenzen: Analysieren, Feedback-Geben, Reflektieren und Interpretieren, Üben/ins Tun bringen sowie Zusammenfassen und Strukturieren.
In der Zielbezogenheit unterstützte ich mit der Zielklärung, der Zielerreichbarkeit, der Zielumsetzung und der Evaluierung des Zielfortschritts.
In der Reflexion verfüge ich über Selbstreflexionskompetenz meiner Coachingprozesse durch Supervision, Head-Coaching und regelmäßige Weiterbildung.
(Vgl. die Qualitätskriterien der Psychologin Monika Wastian)

Welche Ziele und Wirkungen sind mit Ihrem Coaching erreichbar?

Zum Beispiel die Auflösung von Blockaden, Klärung von Mustern, Finden von Lösungen und Einübung neuer Verhaltensweisen. Schauen Sie dazu auch bei Ihre Situation, in die Themen und in die Ergebnisse.

Welche überzogenen Erwartungen könnten durch den Einsatz von Coaching entstehen?

Der Glaube bei KlientInnen, dass Coaching alles lösen kann. Dem ist nicht so. Coaching ist ein Baustein für das Erfahren und Managen der eigenen Person.

Rahmenbedingungen

Unter welchen Bedingungen läuft das Coaching ab?

Im Einzel-Coaching geben die KlientInnen die Themen vor, ich höre zu und stelle Fragen. Ich entwickele mit meinen KlientInnen Perspektiven für die folgende Arbeit. Im Vordergrund steht die konkrete Arbeitssituation.
Die KlientInnen arbeiten nicht nur in den Sitzungen, sondern sind während der gesamten Zeit im Prozess des Coaching. Am Ende jeder Sitzung nehmen sie Übungen mit, die sie bis zur nächsten Sitzung bearbeiten. Übungen können zum Beispiel Visualisierungen wie Collagen oder Skizzen, Briefe an sich selbst oder an Konfliktpartner, das Führen eines Logbuchs sein.

Was sind Ausschlusskriterien für den Einsatz von Coaching?

Akuter Burnout – hier hilft die Behandlung in der Klinik. Danach ist ein Coaching sinnvoll.

Welche persönlichen und fachlichen Voraussetzungen erfüllen Sie?

Ich sammele Beratungserfahrung seit 1988, ich habe mit mehreren hundert KlientInnen gearbeitet und beobachte mich genau bei der Arbeit. Ich habe viele UnternehmerInnen, Selbstständige, FreiberuflerInnen und Führungskräfte aus unterschiedlichen Branchen im Alter von 25 und 70 Jahren kennen gelernt und mit ihnen gearbeitet.
Ich habe Wirtschaftswissenschaften mit Abschluss Diplomökonom studiert, in diesem Fach 1999 über Coaching zum Dr. rer. pol. promoviert (lesen Sie die komplette Dokumentation oder das Abstract).
Wenn ich mit Unternehmern und Managern coache, helfen mir meine Fachkenntnisse für ein Einstiegsgespräch - ich spreche die gleiche Sprache wie sie. Hinzu kommt meine ständige Weiterbildung als Lebensaufgabe, so zum Beispiel in Prozessberatung, ZEN-Meditation, systemischer Aufstellung, kreativem Schreiben und Selbsterfahrung.

Was sollten KlientInnen mitbringen, wie sieht der Beratungskontext aus?

KlientInnen kommen freiwillig - alles andere führt in eine Sackgasse. Zu Beginn schreiben wir Gewinne im Coaching fest, im ersten Teil sind Klärungen und Übungen die Überschrift, im zweiten Teil die Zielarbeit. Dort sehe ich fünf verschiedene Phasen: Bewusstsein »Ich brauche Ziele«, Visualisierung »Ich formuliere Ziele«, Wille »Ich will meine Ziele erreichen«, Durchsetzung »Ich erreiche meine Ziele« und Kontinuität »Ich formuliere neue Ziele«.
Ich visualisiere an der Flipchart während des Coachingprozesses. Zwischen den Sitzungen bekommen die KlientInnen von mir E-Mail- und Telefonunterstützung. Aufzuschreiben bedeutet, darüber schon nachgedacht und reflektiert zu haben. Am Coachingende checken wir die Gewinne und besprechen das weitere Vorgehen.

Wie stellen Sie sicher, dass die Voraussetzungen gegeben sind?

Durch klare, gemeinsame Vereinbarungen im Beratungsgespräch.

Konkretes Angebot

Welche Coaching-Varianten bieten Sie an?

Ich arbeite ausschließlich im Einzel-Coaching. Zum einen für Menschen, die direkt zu mir kommen und zum anderen im Business-Coaching für Führungskräfte und MitarbeiterInnen. KlientInnen profitieren von meiner branchenübergreifenden Arbeit durch kreative und innovative Lösungen. Schauen Sie bei den KlientInnen.

Was ist der Schattentag?

Ich begleite KlientInnen vor Ort nach Absprache wie eine Art Schatten. Ich nehme am beruflichen Alltag teil, mache Notizen zu Sprache, Körpersprache und Verhalten gegenüber MitarbeitInnen, KollegInnen, KundInnen. In der nächsten Coachingsitzung besprechen wir meine Beobachtungen, vergleichen sie mit der Eigenwahrnehmung der KlientInnen, leiten Veränderungen ab.

Was unterscheidet Ihr Coachingangebot von anderen, wo sind Ihre spezifischen Stärken?

Meine Stärke ist die individuelle Kombination von Interventionen im laufenden Coachingprozess – der kreative Umgang mit Blockaden und das geduldige Finden von Lösungen. Ich reagiere unmittelbar auf das, was sich zeigt. Es gibt keinen Standardablauf im Coaching, jeder Mensch reagiert unterschiedlich, bringt unterschiedliche Erfahrungen aus seinem Leben mit. Ich erkenne dies und fordere meine KlientInnen heraus, ihre Grenzen auszudehnen.
Durch mein Wirtschaftswissen nehme ich Zusammenhänge wahr, mein Repertoire von Interventionen regt die KlientInnen an, kreative Schritte im beruflichen und persönlichen Wachstum zu wagen.

Haltung und Menschenbild

Wie sehen Sie die Menschen und Ihre KlientInnen?

Jeder Mensch hat alle Ressourcen, die er braucht, um beruflich und persönlich zu wachsen. Jeder Mensch hat an jedem Punkt seines Lebens Wahlmöglichkeiten. Jeder Mensch ist für sein Wahrnehmen, Erleben, Deuten, Werten und Einordnen der Dinge, die ihm widerfahren, selbst verantwortlich.

Wie nehmen Sie die Welt wahr?

Ich bin meine Realität. Ich tue die Dinge zu 100 Prozent. Alles ist Gegenwart, auch Vergangenheit und Zukunft. Ich lebe im Hier und Jetzt. »Pro«-bleme sind positiv. Sprache ist eines der wirksamsten Werkzeuge, um Dinge, Zustände, Verhältnisse und Zusammenhänge zu verändern. Es gibt kein richtig oder falsch. Die sprachliche Definition eines Ereignisses entscheidet über meine Wahrnehmungen, meine Empfindungen und meine daraus folgenden Handlungen.

Welche Veränderungen sind möglich?

Jede Verhaltensänderung, jedes neue Verhalten in bekannten Situationen, ist ein Erfolg auf dem Weg zu beruflichem und persönlichem Wachstum.

Welche Haltung haben Sie gegenüber Ihren KlientInnen?

Ich glaube an meinen KlientInnen. Ich anerkenne, was ist. Ich ermutige die KlientInnen zum Tun. Ich begeistere sie/ihn für sich selbst.

Welche Haltungen erwarten Sie von KlientInnen?

Lassen Sie sich ein auf Neues, absolvieren Sie eine Übung, auch wenn sich Ihnen der Sinn nicht gleich erschließt. Experimentieren Sie mit verändertem Verhalten.

Haben Sie selbst einen Coach?

Ich habe einen »Head-Coach«, einen Coach, der mich coacht. Ich stehe im Austausch mit Coaching-KollegInnen, zum Beispiel in der Intervision und in der Gruppensupervision. Ich reflektiere dort meine Interventionen.

 

Kompetenzprofil Dr. Andreas Knierim

(pdf,  0.49 MB)